Dienstag, 25. November 2014

アニメ (Anime): 
Studio Ghiblis "Die Legende der Prinzessin Kaguya" 
Das neuste Werk des Studio Ghiblis (スタジオジブリ) ist eine neue Umsetzung einer etwa aus  dem 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammenden japanischen Erzählung. 
© Universum Film
Diese Erzählung trägt den Namen die "Geschichte vom Bambussammler" (Taketori Monogatari, 竹取物語) oder auch die "Geschichte der Mondprinzessin" (Kaguya-hime no Monogatari, かぐや姫の物語). Sie gilt als die älteste überlieferte japanische Vertreterin der Monogatarierzählungen. Unter der Sammelbezeichnung Monogatari wurden in Japan ungefähr zwischen dem zehnten und dem fünfzehnten Jahrhundert literarische Erzählungen summiert, die auf nicht realen Ereignissen beruhen.
Kaguyahime auf dem Weg zum Mondpalast (1888)
Mangas und Animes bedienten sich des Öfteren am Stoff dieser romanhaft fiktionalen Erzählung, sei es in Form einer direkten Adaption des Stoffes um den Bambussammler und die Mondprinzessin oder durch zitierte Elemente und Textpassagen. Doch durchziehen die Motive aus dieser Erzählung die japanische Kunst schon länger und dies auch beständig. Was unter anderem an Holzschnitten aus dem 17. Jahrhundert von Tosa Hirosumi (土佐広澄) und Tosa Horomichi (土佐広通) oder aus dem 19. Jahrhundert von Tsukioka Yoshitoshi (月岡 芳年, 1839-1892) ersichtlich wird.
Taketori Monogatari (etwa 1650)
Die letzte größere Filmumsetzung der Erzählung wurde unter dem Direktor Ichikawa Kon (市川 崑, 1915-2008) und dem Produzenten Nagata Masaichi (永田 雅一, 1906-1985) durch das Filmstudio Tōhō im Jahre 1987 realisiert. Diese etwa zwei Stunden messende Realverfilmung mit dem Titel Taketori monogatari (竹取物語) erhielt drei Preise und noch mehr Nominierungen des Japans Akademie Preis (Nippon Akademī-shō, 日本アカデミー). 


Die aus dem vergangenen Jahr stammende Umsetzung der Erzählung um den alten Bambussammler, seine Frau und die Mondprinzessin des Studio Ghibli (スタジオジブリ) ist derzeit und zwar seit dem 20. November 2014 unter dem Titel "Die Legende der Prinzessin Kaguya" (Kaguya-hime no Monogatari, かぐや姫の物語) in den deutschen Kinos zu sehen. Sie ist das Werk des japanischen Filmregisseurs Takahata Isao (高畑 勲, 1935-), der gemeinsam mit Miyazaki Hayao (宮崎 駿, 1941-) und der Produktionsfirma Tokuma Shoten einer der Gründer des Studio Ghiblis ist. 
© Universum Film

Der Anime von Takahata handelt davon, wie auch die ursprüngliche Erzählung, dass ein alter, armer Bambussammler in einem Bambushain einen leuchtenden Bambus entdeckt. Dieser leuchtende Bambus markiert die Stelle, an welcher er sodann eine Frau finden soll, die so klein ist, dass sie in seine Händen passt. Er nimmt sie heim zu sich und zeigt sie seiner Frau, doch als seine Frau diese kleine Person berührt, verwandelt sie sich in ein Baby. Dieses ihnen zugesandte Kind ziehen die beiden alten Leute nun bei sich auf. Sie müssen allerdings recht schnell erkennen, dass das junge Mädchen, welches durch sie gefunden und aufgenommen wurde, nicht ganz normal ist, denn das Baby wächst schubweise und rasant erst zu einem Kleinkind und alsbald zu einem jungen Mädchen heran. 
© Universum Film

Durch die vermeintliche Hilfe des Himmels erlangen der Bambussammler und seine Frau überraschend großen Reichtum, was den einstigen Bambussammler dazu bewegt in die Stadt zu ziehen und seine Adoptivtochter als feine Dame erziehen zu lassen. Die Anmut und Schönheit der heranwachsenden jungen Frau, die den Namen Kaguya erhält, verzückt - schon allein vom Hörensagen - viele Edelleute, die hierauf um sie werben. Um nicht verheiratet zu werden, was Kaguya nicht als erstrebenswert erachtet, fordert sie von den um sie buhlenden Edelleuten, dass sie ihr die von ihnen im Vergleich mit ihr und ihrer Schönheit beschriebenen Schätze bringen. Was aufgrund der Seltenheit der Schätze, die allesamt legendäre Kostbarkeiten sind, mehr als nur schwierig ist und abenteuerliche Ereignisse mit sich zieht. 
 
© Universum Film

Die Bilder dieses Animes sind an alte japanische Wasserfarben- und Tuschemalereien angelehnt und erzeugen eine eindrückliches und äußerst ergreifendes Filmerleben, welches so vom Studio Ghibli bisher nicht umgesetzt worden ist und mitunter in den Landschaftsdarstellungen am Deutlichsten wird. Takahata schafft es in diesem Film kontrastiv - aber auch bewusst zugespitzt - zu zeigen, was Armut und Reichtum im Japan älterer Tage für die Individuen bedeutete, doch erzählt er mit diesem Anime auch von der Entwicklung von Kindern, der Einflussnahme von Eltern auf ihren Nachwuchs, von Abenteuern und von unerfüllter Liebe. Dem Film "Die Legende der Prinzessin Kaguya" gelingt es auf verschiedensten Ebenen bewegend zu sein und so zeitgleich Freude, Trauer und Rührung zu übermitteln.
© Universum Film
© Universum Film 
Die beiden Mitbegründer des Studio Ghibli, die im letzten Jahr ihren Rücktritt von der Leitung der Produktionsarbeiten des Filmstudios und ihren Eintritt in den Ruhestand vollzogen, legten in Japan im gleichen Jahr (2013) noch jeweils einen neuen Film vor. Im Falle von Miyazaki war dieser Film, der bereits im Juli diesen Jahres in den hiesigen Kinos ausgestrahlt wurde, "Wie der Wind sich hebt" (Kaze Tachinu, 風立ちぬ) und bei Takahata ist es "Die Legende der Prinzessin Kaguya".
 
© Universum Film 
Mit diesem Anime wird von Takahata Isao nach einer annährend fünfzehnjährigen Pause, die seit seinem Film "Meine Nachbarn die Yamadas" (1999) bestand, abermals einer seiner Filme auf den Leinwänden der Lichtspielhäuser gezeigt. Takahata ist vor allem - neben den Werken, die er gemeinsam mit Miyazaki schuf - für seinen Anime "Die letzten Glühwürmchen" (1988) bekannt. Bei dem Werk "Die letzten Glühwürmchen" handelt es sich um eine zeichnerische Realisierung des von Nosaka Akiyuki (野坂 昭如,1930-) stammenden Romans „Das Grab der Leuchtkäfer“ (1967), welches 1992 in seiner deutschsprachigen Übersetzung bei Rowohlt erschien.

Um die erstmaligen Kinovorführungen dieser beiden japanischen Zeichentrickfilme in Deutschland wurde das "Studio Ghibli Film Festival" von Universum Film in einunddreißig Städten zu unterschiedlicher Zeit veranstaltet. Während des Festivals wurden sieben Filme gezeigt: "Mein Nachbar Totoro", "Meine Nachbarn die Yamadas", "Porco Rosso", "Chihiros Reise ins Zauberland", "Das wandelnde Schloss", "Ponyo – Das große Abenteuer am Meer" und "Wie der Wind sich hebt". (In Kassel, Köln, Münster und Oberhausen ist das "Studio Ghibli Film Festival" bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht gestartet.) 
 © Universum Film
Während hierzulande noch die Ghiblifilme aus dem letzten Jahr in ihrer deutschen Synchronfassung vorgeführt wurden und werden, lief in Japan am 19. Juli der Anime Omoide no Marnie (思い出のマーニー) in den Lichtspielhäusern und am 11. Oktober beim japanischen Fernsehsender NHK BS Premium eine Adaption von Astrid Lindgrens (1907-2002) "Ronja Rövardotter" als Serie unter dem Name "Sanzoku no Musume Rōnya" (山賊の娘ローニャ) an. Diese Animeserie wurde durch die Zusammenarbeit von Polygon Pictures mit dem Studio Ghibli geschaffen. Die Leitung hatte Miyazaki Gorō (宮崎 吾朗, 1967-), der Sohn Miyazaki Hayaos, der bereits die Regie bei den Ghiblifilmen "Die Chroniken von Erdsee" (ゲド戦記, 2006) und "Der Mohnblumenberg" (コクリコ坂から, 2011) inne hatte. Bei "Sanzoku no Musume Rōnya" handelt es sich um das erste computeranimierte Werk, bei dem das Studio Ghibli beteiligt war.

 
© Studio Ghibli und Polygon Pictures
Der Anime "Omoide no Marnie" wurde unter der Leitung von Yonebayashi Hiromasa (米林 宏昌, 1973) produziert und basiert auf der von Joan G. Robinson geschriebenen Geschichte "When Marnie Was There".
 © Studio Ghibli
"Omoide no Marnie" wird vorerst der letzte Ghiblifilm sein, da - wie der Hauptgeschäftsführer des Studio Ghiblis Suzuki Toshio (鈴木 敏夫, 1948-) es formulierte - ein großer struktureller Wandel innerhalb des Studios vollzogen würde und es deswegen eine Pause geben solle. Näheres hierzu ist aber bisher noch nicht bekannt gegeben worden.






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Dienstag, 18. November 2014

アニメ (Anime):
Die Funktion fiktionaler Gewalt in Animes 
am Beispiel der japanischen Herbstsaison beziehungsweise der fall season 2014
Mit den Jahreszeiten wechseln in Japans Fernsehsendern auch die gezeigten Animes. Eine solche Saison beträgt normalerweise zwischen elf und vierzehn Wochen und dementsprechend viele Folgen weisen die jeweils gezeigten Animestaffeln auf, wenn sie nicht über zwei Jahreszeiten oder gar über Jahre hinweg ausgestrahlt werden.
Vermittels Simulcast oder den ersten bereits etwa einen Monat nach Erstveröffentlichung in Englisch synchronisierten Animefolgen ist der japanische Markt in den letzten Jahren mehr und mehr globalisiert und außerhalb Japans aktualisiert worden, so sind beispielsweise über Simulcast zu sehende Animefolgen schon Stunden nach der japanischen Fernseherstausstrahlung mit Untertiteln versehen und können weltweit konsumiert werden. Gerade durch diese Entwicklungen, die noch verhältnismäßig jung sind, zeigt sich die Wichtigkeit dieser japanischen Erstausstrahlung, auch für den deutschen Markt und das deutschsprachige Publikum. In diesem Blogbeitrag soll die Funktion von fiktionaler Gewalt beziehungsweise von fiktionaler Gewaltdarstellungen schlaglichtartig anhand einiger aktueller Animetitel verhandelt werden soll.
Georges de la Tour, Schlägerei der Musikanten.
Aufgrund der rein quantitativen Fülle der Titel, die hier behandelt werden sollen, können die einzelnen Animehandlungen nur vage angerissen werden, weswegen für ausführliche Informationen die Wikipediaartikel des jeweiligen Animes (in Deutsch oder wenn nicht vorhanden in Englisch) bei der ersten Nennung des Titels verlinkt worden sind. 

Jacques Bellange, Kampf zweier Bettler.
Beim am 09. Oktober 2014 auf dem Fernsehsender Nippon Terebi Hōsōmō angelaufenen Anime Kiseijū: Sei no Kakuritsu (寄生獣 セイの格率) oder auch Parasyte handelt es sich um die Umsetzung des zehnbändigen Mangas von Hitoshi Iwaaki, der zwischen 1988 und 1995 entstand. Kiseijū: Sei no Kakuritsu erzählt von außerterrestrischen Parasiten, die die höchst entwickelte Lebensform auf dem Planeten Erde als Wirt versuchen für sich einzunehmen und zwar in dem sie deren Gehirne unter ihre Kontrolle bringen. Diese nicht irdischen Parasiten benötigen jedoch, nachdem sie ein Lebewesen übernommen und sich in ihm gewissermaßen eingenistet haben, um weiterhin überleben zu können, nicht nur dessen Körper als Nahrung, sondern weitere derselben Spezies, wodurch die Parasiten mit ihren Wirtskörpern immer mehr Menschen attackieren und töten. Dem Protagonisten, Izumi Shinichi, gelingt es allerdings einen ihn angreifenden Parasiten daran zu hindern, sein Gehirn zu übernehmen, sodass dieser sich lediglich in Shinichis rechter Hand einnisten kann. Hierdurch sind die beiden gezwungen, wenn sie weiterleben wollen, eine Koexistenz einzugehen, und sich gegen andere von Parasiten kontrollierte Menschen zu verteidigen. Die Gewalt, die in dieser Animeumsetzung gezeigt wird ist physischer Natur und soll wohl das Überleben des besser angepassten Lebewesen ("The Survival of the Fittest") als eine verschärfte Deutung von Charles Darwins Evolutionstheorie verdeutlichen. 
 
In der am 26. September 2014 erstmals gezeigten Animeadaption von Terra Formars (テラフォーマーズ) ist dies ähnlich. Die Grundlage von Terra Formars ist ein von Sasuga Yū geschriebener und von Tachibana Kenichi gezeichneter Manga, der seit 2011 im Weekly Young Jump publiziert wird. Die ersten beiden Bände des Mangas sind auf Deutsch von TOKYOPOP in diesem Monat herausgegeben worden. Die Handlung von Terra Formars spielt in einer Zukunft, in der im 21. Jahrhundert durch ein Terraforming-Projekt der Mars für Menschen bewohnbar gemacht werden sollte. Um ebendies zu ermöglichen wurden auf der Oberfläche des roten Planetens Pflanzen und Tieren angesiedelt, darunter Moose und Kakerlaken.
© TOKYOPOP
Als etwa 500 Jahre später eine Marsmission ausgesandt wurde, um die dortigen Verhältnisse zu untersuchen, mussten sie konstatieren, dass der Mars inzwischen von den Kakerlaken bevölkert war, die munter mutiert sind und sich dahin weiterentwickelt haben, dass sie größer als ein gewöhnlicher Mensch geworden sind. Diese Mission scheiterte. Zwanzig Jahre später verbreitet sich ein "unheilbarer Virus, der vom Mars zu kommen scheint, [...] gnadenlos auf der Erde"; um ihn einzudämmen wird nun eine neue Marsmission gestartet. Bei den Menschen, die in dieser Mission eingesetzt werden, handelt es sich allerdings nicht um gewöhnliche, sondern um gentechnisch veränderte Exemplare der Gattung Homo sapiens sapiens. 
Wie die Serien Attack on Titan oder auch Shingeki no Kyojin (進撃の巨人) und Tokyo Ghoul (東京喰種-トーキョーグール- ) auch, schildern die beiden zuvor behandelten Animetitel die Versuche der Menschen sich gegen stärker erscheinende nicht menschliche Wesen zu schützen, weshalb der gewaltsame Kampf gegen dieses nicht menschliche Gegenüber im Namen eines Überlebens der Menschheit gerechtfertigt und glorifiziert wird. Die Gewalt, die gegen die Menschen in diesen Animes zutage tritt, hat die Funktion, dass die von den Menschen begangenen Grausamkeiten legitimiert und scheinbar zwingend werden. Es ist diese vermeintliche Ausweglosigkeit und damit das eigene Ende, welches es dennoch zu verhindern gilt, das die Kämpfenden zu Rettern in eigener Sache stilisiert.
Was im Falle von Terra Formars so weit geht, dass in der sechsten Folge den mutierten Kakerlaken ihr Schmerzempfinden abgesprochen wird und verschiedene „Entwicklungsstufen“ innerhalb dieses Animes suggeriert werden; die Kakerlaken kämpfen mit groben Keulen oder bloßen Händen, während die Menschen mit im Labor gefertigten, zu injizierenden Präparaten sich stark spritzen. In all diesen Animes wird ein friedliches Nebeneinanderleben zwar kurzzeitig angedacht, doch scheint es langfristig deswegen keine solche Möglichkeit zu geben, da in sozialdarwinistisch anmutender Manier unterstellt wird, dass es lediglich ein entweder oder gäbe. 
 
Die zweite Staffel des Animes Psycho-Pass Psycho Pass 2 (PSYCHO-PASS サイコパス 2), deren erste Folge am 10. Oktober 2014 auf Fuji TV ausgestrahlt wurde, hat eine gänzlich andere Ausgangssituation als die bisher behandelten Animetitel. In Psycho Pass geht es um fiktionale Staatsgewalt gegen fiktionale Gewalt gegen den Staat (beziehungsweise Gegengewalt).
© KAZÉ/VIZ Media Switzerland
Wiewohl viele der Gewaltdarstellungen, die der Anime beinhaltet, physische Darstellungen sind, sind für Psycho Pass doch staatlich strukturelle Gewalt und vor allem psychische Gewalt charakteristischer, die durch ethische Normüberschreitungen und eine unmittelbare Brutalitätszurschaustellung auf die Figuren des Animes und ebenfalls auf den Rezipienten wirkt.
Die operative Nachahmungen von Personen, ermordete Zivilisten und ein teilweise überlistetes staatliches Überwachungssystem (Sibyl), welches eigentlich den seelischen Zustand (die Psyche) der Bürger überwacht und somit die für diese Gesellschaft als gefährlich angenommene Individuen permanent kontrolliert und bei einer scheinbaren Gefahr eliminiert (ob durch Therapie oder Tötung entscheidet das System selbstständig).
Psycho Pass stellt - wie Aldous Huxleys Roman "Brave New World" - die Frage, ob man lieber glücklich und sicher oder eigenständig denkend leben möchte, die sich in diesem Anime - wie auch bei Huxleys Roman - nicht wirklich beantworten lässt. Bei beiden Werken wirken zwar die Methoden durch die (bei Huxley) das Glück und (bei Psycho Pass) die Sicherheit des gesellschaftlichen Zusammenlebens erzeugt und garantiert werden, aus heutiger Sicht äußerst fragwürdig, allerdings sind die jeweiligen Oppositionskräfte keine Alternative.
Max Liebermann, Soldaten am Bahnhof.
In ihren Versuchen die gegebene Ordnung zu verändern sind die jeweiligen Oppositionen nämlich derart radikal beziehungsweise brutal, dass ein Sympathisieren der Rezipienten mit ihnen ebenfalls nicht (ohne weiteres) möglich ist.
Die Funktion der in diesem Anime dargestellten fiktionalen Gewalt ist eine drastische Verschärfung des Gezeigten, das dergestalt auf den Zuschauer eindringt, ohne dass sich dieser von ihm entziehen oder distanzieren könnte.

Der von Juli bis September diesen Jahres gesendete Anime Terror in Resonance oder auch Zankyō no Teroru (残響のテロル) erzählt zwar die Geschichte zweier Terroristen in Japan, jedoch kommt dieser Anime - anders als die bisher genannten Titel - ohne die Darstellungen von Gewalttaten aus. Denn der Anime von Watanabe Shinichirō (渡辺 信一郎, 1965-), der unter anderem Animeklassiker wie Cowboy Bebop oder Samurai Champloo produziert hat, aber auch Kids on the Slope oder Space Dandy, erzählt von zwei Terroristen, denen das Wohl der Zivilbevölkerung am Herzen liegt und die mit ihren Taten etwas jenseits von Macht- und Gewaltansprüchen zeigen möchten, obgleich sie als mediales Instrument dafür Terroranschläge verüben.

Der Anime Your Lie in April oder auch Shigatsu wa Kimi no Uso (四月は君の嘘), dessen Übertragung auf Fuji TV am 09. Oktober begann, handelt von einem vierzehnjährigen Ausnahmemusikanten, der nach dem Ableben seiner Mutter nicht mehr musizieren kann und nur vermittels seiner Freunde (erneut) lernt die Musik zu lieben. Your Lie in April basiert auf dem gleichnamigen Manga von Arakawa Naoshi, der seit Mai 2011 bei Monthly Shōnen Magazine herausgebracht wird.
In der fünften Folge des Animes wird durch Rückblenden in aller Deutlichkeit geschildert, weshalb der Protagonist Arima Kōsei zu einem Pianisten wurde, der  immerzu fehlerfrei und jederzeit perfekt im Takt Piano spielen konnte. Mit aller Gewalt wurde das damalige Kleinkind durch seine Mutter dazu getrieben bis zur Perfektion zu üben und zu üben. Kōsei tat dies und spielte in der Hoffnung, dass durch sein Klavierspiel seine erkrankte Mutter genesen würde. Mit ihrem Tod zerbrach hierauf Arima Kōseis Welt, alles um ihn herum wurde grau und er konnte sein eigenes Musizieren nicht mehr hören. 
Die Funktion, die diese auf den Protagonisten wirkende und ihn unterjochendende Gewalt in ihren Darstellungen hat, ist die Verdeutlichung der Unterdrückung des Eigenen und das Beschneiden der Fantasie Kōseis. Erst durch diesen einschränkenden Machtmissbrauch der Mutter kann die Befreiung von diesem auf dem Protagonisten lastenden Druck und die Freiheit der Musik solcherart stark auf Kōsei und hierdurch auf den Zuschauer wirken. Solcherart wirkt, dass sich Arima Kōsei die Frage stellen kann, ob das Klavierspielen alles ist, was ihn ausmacht, es die Existenz seines individuellen Seins ist, die er nach dem Tod seiner Mutter nicht mehr erfüllen konnte, oder ob im Musizieren das Leben in seinen flüchtigen Momenten instrumental eingefangen und dergestalt ausgedrückten werden kann? 

Der Anime Yowamushi Pedal (弱虫ペダル), dessen zweite Staffel am 06. Oktober zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, beschäftigt sich mit dem Fahrradrennsport und den Jungen Onoda Sakamichi, der durch das Fahrradfahren Freunde findet. Die Vorlage dieses Animes ist der gleichlautende Manga von Watanabe Wataru, der ab Februar 2008 im Weekly Shōnen Champion zu lesen war und ist. Fahrt für Fahrt quälen sich die Protagonisten durch Wettkämpfe ins Ziel und opfern sich für ihre Mannschaft auf. Ein Schinden bis an und über die Grenzen des körperlich Erträglichen im Eifer des Wettkampfes. Die gewaltigen Anstrengungen, die im Wunsch nach dem Sieg von den Sportlern in diesem Anime geleistet werden, haben - wie auch in wirklichen Sportereignissen - die Funktion, dass der sportliche Wettstreit erhöht und durch das Mühsal während des Wettbewerbes mit einer Bedeutung versehen wird, die über die des reinen Ereignisses hinausgeht. 
Lueger, Lexikon d. ges.Technik u. ihrer Hilfswissenschaften
In der zweiten Staffel des Animes findet sich eine Figur, deren leidenschaftlichen Ambitionen absolut jedes Rennen gewinnen zu wollen, sich aus dem Tod seiner Mutter, als er noch ein kleines Kind war, speist. Dieser Figurenaufbau bildet von seiner Ausgangssituation her das genaue Gegenteil des Animes Your Lie in April, jedoch ist das Ableben der Mütter durch eine Krankheit in beiden Geschichten zuerst das bestimmende Motiv für die Handlung der jeweiligen Hauptfiguren. 
Ebenfalls einen radfahrerischen Wettkampf bietet der Anime HILL CLIMB GIRL, der am 11. November erschien. Er schildert diesen Wettstreit jedoch in einer weniger gewaltsamen Weise, da der Fokus des Animes nicht auf die gegenseitige Konkurrenz, sondern stattdessen auf die figural persönliche Ebene verschoben ist. HILL CLIMB GIRL ist eine einzelne in sich geschlossene Folge, die zu einer Serie gehört, die mit dreißig Folge angedacht ist und von denen jede Woche eine neue Folge erscheinen soll. Diese Serie ist von Anno Hideaki (庵野 秀明 1960-), dem Regisseur des Animeklassikers Neon Genesis Evangelion, seinem Animestudio und der Firma Dwango geschaffen worden und trägt den Namen Japan Anima(tor)'s Exhibition (日本アニメ(ーター)見本市). Japan Anima(tor)'s Exhibition soll den daran Beteiligten die Möglichkeit eröffnen, fern von Verkaufszahlen und üblichen Marketingüberlegungen, ihre eigenen in sich geschlossenen oder auch nicht geschlossenen Kurzgeschichten zu verwirklichen und hierbei mehr auf künstlerische Aspekte wertzulegen, als auf die des Marktes. Alle dreißig Folgen werden kostenlos über eine eigens dafür konzipierte Homepage in voller Länge anschaubar sein und zwar nicht nur in Japanisch, sondern auch mit englischen Untertiteln. Woche für Woche wird dort seit dem 07. November 2014 eine weitere Folge online gestellt, die Folgen können jederzeit dort angesehen werden.
Das offizielle Werbevideo der Japan Anima(tor)'s Exhibition ist ebenfalls auf der Homepage abspielbereit hinterlegt und enthält einige Szenen aus diesen ästhetisch äußerst divergenten Animes, wie auch einige flüchtige Auszüge der Folge HILL CLIMB GIRL. 

Die zweite Staffel des Animes Sword Art Online (ソードアート・オンライン), die auf dem Manga Sword Art Online: Aincrad (ソードアート・オンライン アインクラッド) basiert, wird seit dem 05. Juli im japanischen Fernsehen übertragen und erstreckt sich mit fünfundzwanzig Folgen über zwei Spielzeiten. Die Mangafassung soll im Dezember 2014 von TOKYOPOP ausgeliefert werden.
© TOKYOPOP
Der Umstand, dass in Sword Art Online die Charaktere in einem virtuellen Videospiel, wenn sie dort getötet werden, tatsächlich auf der reale Erzählebene der Geschichte sterben können, verleiht Sword Art Online unter anderem seine Spannung. Der gewaltsame Tod wird hier durch den in der virtuellen Welt erlittenen körperlichen Schaden innerhalb der Handlung von Sword Art Online wirklich. Dies hat etwas unweigerlich Unausweichliches, was ebenfalls den Anfang von Attack on Titan so eindringlich wirken lässt. Anders als etwa bei Toriyama Akiras Manga- und Animeklassiker Dragon Ball, bei dem auch verstorbene Charaktere weiterhin in die Handlung einbezogen sind, sei es dadurch, dass sie vermittels Magie neuerlich ins Leben zurückgeholt werden (der Vater von Upa Bora etc.), sie als mechanisierte Version ihrer selbst (Freezer) wie auch als Reinkarnation (Oberteufel Piccolo und der böse Boo) zurückkehren oder sie im Totenreich gezeigt und solcherart nach wie vor innerhalb der Handlung vorhanden sind.  


© Carlsen Verlag
© Carlsen Verlag


Toriyama Akiras (鳥山 明 1955-) Mangaklassiker erhielt eine anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums beschlossene und ab April 2009 in Japan erstmals ausgestrahlte neue Animerealisierung unter dem Titel Dragon Ball Kai (ドラゴンボール改). Im Vergleich zur Vorgängerserie Dragon Ball ist diese Variante von langen statischen Einstellungen befreit, in besserer Qualität produziert worden und nimmt die Geschehnisse aus den ersten 16 Manga Bände nur flüchtig auf. Mit insgesamt veranschlagten 167 Folgen erzählt Dragon Ball Kai somit die Geschichte Akira Toriyamas weitaus schneller als die einstige Umsetzung. Das in Dragon Ball, wie auch in der abermaligen Umsetzung, deren zweite Staffel gerade in Japan zu sehen ist, der Tod kein unwiderlegbarer Zustand ist, bedeutet jedoch nicht, dass in Dragon Ball keinerlei Gewalt enthalten ist. Gegenteiligerweise weist Dragon Ball als ein sich um Kampfsport und die Verteidigung der Erde gegenüber bösen Mächten drehender Manga und Anime, durchweg Gewaltdarstellungen auf. Gerade dadurch, dass innerhalb dieser Geschichte die Toten nicht verschwinden, sterben in ihr mehr Charaktere als in vielen anderen Manga- und Animehandlungen, jedoch schwächt besagter Umstand des "Fortbestehens" das Gezeichnete und ermöglicht dadurch eine lockerere Lektüre. 
© Carlsen Verlag

Bei Oda Eiichirōs (尾田 栄一郎, 1975-) Manga und Anime One Piece (ワンピース), der als Anime seit dem 26. Juli 1998 gesendet wird, werden hingegen der Tod und das Sterben größtenteils vermieden. Die Kämpfe, von denen die Handlung mehr denn wenig aufweist, enden für gewöhnlich zwar mit Niederlagen und Verletzungen, jedoch beinahe nie mit dem Dahinscheiden einer Figur. Der 72. Band des Mangas, der von Carlsen Manga vertrieben wird, erschien im vergangen Monat.
In One Piece sind kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Charakteren und Gruppen der Normalfall und in gewisser Weise die Handlung selbst. Die wenigen Todesfälle sind innerhalb der Erzählung elementare Einschnitte für die Geschichte und eines der Motive, das die Protagonisten weiter ihren Weg gehen lässt.

Beim am 04. Oktober 2014 auf dem Sender Nippon Television Network System erschienenen Anime Magic Kaito 1412 (まじっく快1412) handelt es sich um eine Umsetzung des von Aoyama Gōshō (青山 剛昌) erstmals im Jahr 1987 im Weekly Shōnen Sunday veröffentlichen Manga Magic Kaito (まじっく快斗). Erzählt wird die Geschichte des siebzehnjährigen Schülers Kuroba Kaito, der acht Jahre nach dem Verschwinden seines Vaters Kuroba Tōichi entdeckt, dass dieser nicht nur ein bekannter Zauberer war, sondern ebenfalls der Dieb Kaitō Kiddo. Kuroba Kaito erfährt hierauf, dass sein Vater ermordet worden ist und nicht, wie er dachte bei einem Unfall während einer Darbietung starb. Um die Mörder seines Vaters ausfindig zu machen, beschließt Kaito sodann als Kaitō Kiddo neuerlich öffentlichkeitswirksam Diebstähle zu begehen und somit die Mörder seines Vaters aus der Reserve zu locken. Gewalt spielt in dieser Geschichte, die von Raubzügen, der Polizei, einem Mord und Kriminellen handelt, durchaus eine Rolle und ist das Motiv, das den Protagonisten zu seinem Handeln bewegt, welches nach Aufklärung und Wiedergutmachung strebt. 
© EGMONT

Eine andere Animadaption eines Werkes von Aoyama Gōshō (青山 剛昌), die seit dem Jahre 1996 bei Nippon TV zu sehen ist, ist Detektiv Conan (名探偵コナン). Der 81. Band des Mangas wurde durch den EGMONT Verlag in Deutsch im letzten Monat veröffentlicht.
Erzählt wird die Geschichte, um den Oberschülerdetektiv Kudō Shinichi, der durch das Gift einer kriminellen Geheimorganisation getötet werden sollte, da er zufälligerweise auf die Spur der Verbrechen dieser Organisation gekommen war. Dieses neu entwickelte Gift tötete Shinchi jedoch nicht, sondern verjüngte ihn lediglich um zehn Jahre, wodurch er neuerlich zu einem Kind wird. Angesichts der potentiellen Bedrohung seiner Existenz durch ebendiese Geheimorganisation nimmt Kudō Shinichi in seiner neuen Gestalt den Namen Edogawa Conan, jedoch unterlässt er seine Detektivtätigkeit nicht. 
Für Detektivgeschichten ist Gewalt und vor allem die Ermordung von Personen eines der wesentlichen Handlungselemente, da unter anderem durch diese Art von Verbrechen der eigentliche Inhalt der Geschichte, das Ermitteln, erst zum Tragen kommt, ebenso ist es auch bei Detektiv Conan.
Tizian, Die Marter des Marsyas.

Garo: The Animation oder auch Garo: Honō no Kokuin (牙狼〈GARO〉-炎の刻印-) basiert auf einer Dramaserie von Kobayashi Yasuko (小林 靖子 1965-) und ist seit dem 03. Oktober im japanischen Fernsehen zu sehen.
Die Grundlagen der Geschichte, die in Spanien während der Zeit der Inquisition spielt und davon handelt, dass der König gegen Hexen ins Felde zieht, muss an sich schon durch Gewalt geprägt sein. Folglich zeigt die erste Folge der Serie bereits eine auf den Scheiterhaufen gebundene Frau. 
Dass die beiden männlichen Hauptfiguren tatsächliche Zauberkraft und deren Besitzerinnen bekriegen, verkennt zwar die historischen Tatsachen, wäre allerdings für die Konzeption des Animes unproblematisch, wenn dieser nicht noch zusätzlich die Hexen, ebenfalls bereits in der ersten Folge, als eine sich selbst mit allen Mitteln verkaufende, dämonische Verführerin entwerfen würde, die sich hierauf selbstverständlicherweise in ein Monstrum verwandelt und dergestalt die Ausgangssituation leider zu einem schlechten Klischee verkommen lässt. Durch die Gewaltdarstellungen in diesem Anime werden zwar historische Gegebenheiten in diese Geschichte eingebunden, doch kann diese Umsetzung die kritischen oder auch spannungsfördernden Elemente, die in ihr als Grundlage angelegt sind, nicht wie wohl vorab beabsichtigt nutzen.

In jenen Animetiteln, in denen Gewalt respektive die Darstellung von Gewalt nicht direkt eine tragende Rolle für die Handlung hat, ist sie als Bestandteil einer strukturierenden Macht dennoch durchaus vorhanden, wie generell in gesellschaftlichen Strukturen.
 
Beispielsweise in der seit dem 06. Oktober 2014 beim japanischen Fernsehsender Tokyo Broadcasting System ausgestrahlten Animeserie Amagi Brilliant Park (甘城ブリリアントパーク), in der eine der Protagonisten Sento Isuzu, die Kontrolle des Vergnügungsparks "Amagi-Brilliant-Park" mit ihren Schusswaffen verwaltet. Ebenfalls unter der Androhung von Gewalt willigt Kanie Seiya zu Beginn des Animes ein, ihr dabei zu helfen. Zudem ist die Animehandlung durchsetzt von Schlägereien zwischen einem der Maskottchen des Parks und Kanie Seiya oder auch der Maskottchen untereinander. 
Hans Baldung Grien, Die Marter des Hl. Laurentius.
Der auf einem von der Firma Cygames herausgebrachten Kartenspiel basierenden Anime Rage of Bahamut: Genesis oder auch Shingeki no Bahamut Genesis (神撃のバハムート GENESIS) vermengt in seiner Handlung historische - aus gegenwärtiger Sicht als valide angenommene - Gegebenheiten und Personen mit unterschiedlichen religiösen und mythologischen Vorstellungen. Die Gewaltdarstellungen von Shingeki no Bahamut Genesis beschränken sich im Wesentlichen auf kriegerische Auseinandersetzungen, die mit aber auch ohne Magie geführt werden. 
Nichtsdestoweniger weist etwa die fünfte Folge der Animeumsetzung eine explizit physische Gewaltdarstellung auf, in der eine der weiblichen Protagonistinnen, nachdem sie in die Gefangenschaft von Dämonen geraten ist, an einem Rad gefoltert wird, ehe sie von ihren Mitstreitern aus dieser eher plumpen Darstellung des hier durchaus stereotypen Sujets der "Jungfrau in Nöten" befreit und von der Pein der Marter erlöst wird. In Shingeki no Bahamut Genesis, der am 06. Oktober diesen Jahres erstmals zu sehen war, liegt dieser Szene keinerlei Funktion für den Fortgang der Geschichte inne, sie fungiert hier bestenfalls als "schmückendes" Beiwerk der Handlung, ohne wahrhaftig sinnig zu sein.

Die erste Folge des Animes Shirobako, der davon erzählt, wie fünf Freundinnen ihren angestrebten Traumberuf in der Animebranche zu erkämpfen versuchen, wurde bei Tokyo Metropolitan Television am 09. Oktober ausgestrahlt. Obschon der Anime eigentlich in seiner Konzeption keine Gewalt birgt, wird ein Produzent, der seine Entwürfe für eine Animefolge nicht weiterzeichnet und sich ständig darum drückt es zu machen, in einen Käfig, der sicherlich mehr symbolisch sein soll, als das er reale Verhältnisse abbilde, gesperrt und mit dem Entzug von seinen geliebten „frittierten Hähnchen“ sanktioniert, bis er sein Drehbuch fertig gestellt hat. Diese Ausübung von Gewalt als bestrafendes Machtinstrument hat in Shirobako allein die Funktion unterhaltsam beziehungsweise witzig zu sein.



In diesem Blogbeitrag wurde bewusst nicht auf die möglichen positiven oder negativen Auswirkung von medialen Gewaltdarstellungen auf die Rezipienten eingegangen, hauptsächlich deshalb, weil es in diesem Beitrag um die innermediale Funktion von Gewalt für das Narrativ des jeweiligen Animes gehen sollte, aber auch deswegen, da die in der Medienforschung vorhandenen Theorien sich mitunter selbst wiedersprechen und daher keine pauschalisierenden, ja verallgemeinernden Aussagen getroffen werden können. Dieser Blogbeitrag hat beileibe auch nicht alle derzeit laufenden Animes der Herbstsaison behandelt, vielmehr sollte er einen exemplarischen Auszug liefern. Alle in der fall season zusehenden Titel sind hier aufgelistet. 

Sicherlich können anhand der in diesem Beitrag verwendeten Animebeispiele weitere und auch andere Deutungen und demnach auch Funktionen der Gewalt und der Gewaltdarstellungen innerhalb der behandelten Serien gezeigt werden, was hier keinesfalls ausgeschlossen werden soll, da dieser Blog mitnichten Richtigkeits- geschweige denn einen wie auch immer gearteten Wahrheitsanspruch für sich behaupten möchte.




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Simulcastanbieter sind für deutschsprachig untertitelte Anime (in alphabetischer Nennung): Animax, Anime on Demand, Crunchyroll und Peppermint tv.