Dienstag, 10. Februar 2015

Graphic Novel: Die Geister, die ich nicht rief

Graphic Novel: 
Die Geister, die ich nicht rief
Über einige nicht realisierte Vorhaben dieses Blogs 
Eigentlich hätte dieser Beitrag von picti mundi eine kurze Zusammenfassung der gegenwärtigen Situationen der Graphic Novel sein sollen. 
Ballads of the Bench and Bar; or, Idle Lays of the Parliament House. (1882)
Statt diesem Beitrag, der hier nun nicht erscheinen wird, sollen an dieser Stelle kurzerhand drei lesenswerte Artikel zu Graphic Novels verlinkt werden, die die derzeitige Situation und die vorherigen Entwicklungen nachvollziehbarer machen und ein Teil der Recherche für diesen nicht verfassten Beitrag war. 

- Der ertste Artikel "Die bunte Welt der Sprechblasen" ist in der Zeitung Südkrurier publiziert und von Florian Weiland am 14. Juni 2014 geschrieben worden. 

- Der zweite Artikel "Vom Türöffner zur Streitaxt", der in der Zeitung Der Tagesspiegel am 04. Juli 2014 erschien, wurde von Lars von Törne verfasst, der als Redakteur des Tagesspiegels auch für die Comicseiten der Zeitung zu ständig ist. 

- Der dritte Artikel ist in dem Sinne kein Artikel, sondern das Editorial vom Januar 2015 des ZACK-Magazins, welches von Georg F. W. Tempel, dem Chefredakteur des Magazins, stammt.

Ebenda soll nun noch kurz von Überlegungen zu möglichen Einträgen in diesem Blog eingegangen werden, die es allerdings nicht weiter als über die Lektüre des jeweiligen Werks und der ersten Recherche für einen potentiellen Beitrag geschafft haben. Es sind vier Ideen, die auf diese Weise begonnen, doch nicht zu Ende gebracht wurden. 

Erstens,
© GERSTENBERG
die Graphic Novel "Das Loch" herausgegeben durch den Verlag Gerstenberg und geschaffen von Øyvind Torseter (1972-), übersetzt von Maike Dörries (1966-). Diese Graphic Novel hätte mit dem Werk "The Hole Book" von Peter Newell (1862-1924) aus dem Jahr 1908 in Verbindung gesetzt werden sollen. Diese Verbindung hätte eventuell über die Kinderbücher des Verlages erfolgen können, beispielsweise die von Eric Carle (1929-), die mitunter ebenfalls, wie dies für manche anderen Kinderbücher ebenso gilt, in ihrer Gestaltung Löcher aufweisen.
© GERSTENBERG

Wobei die Graphic Novel "Das Loch" die Geschichte um das Loch in diesem Buch erzählt, während bei seinem mehr oder weniger indirketen amerikanischen Vorgänger das Loch als plötzliche Veränderung in einem jeweiligen Szenario dargestellt worden ist. Peter Newells Werk "The Hole Book" ist gemeinfrei und kann online gelesen werden. 
The Hole Book

Zweitens,
© Splitter
"Ash" von François Debois und Krystel, übersetzt von Swantje Baumgart und veröffentlicht im Februar 2015 beim Splitter-Verlag
© Splitter
Zum Splitter-Verlag und einem Teil seines Programms wird im April 2015 in diesem Blog ein ausführlicher Beitrag zu lesen sein. 
Im Eintrag zu "Ash" wäre es um die Figur des Faustus, den Teufelspakt und die Figur der Ash (Anguis Seductor Hominum, Die Menschen verführende Schlange) gegangen und zwar in einem Vergleich zum Faustbuch aus dem Jahre 1587 (Historia von D. Johann Fausten), der ersten Erzählung, die die Fragmente die vermeintlich über die historische Person Johann Georg Faust berichteten, sammelte, und Goethes (1749-1832) Tragödie "Faust", die doch die gemeinhin bekannteste Variante des Fauststoffes ist. Gleichfalls hätte dieser Beitrag den Umgang mit Technik innerhalb dieser unterschiedlichen Fassungen des Fauststoffes und das jeweils gegebene Verhältnis von Alchemie und Naturwissenschaft näher beleuchten sollen.
Rembrandt Harmensz van Rijn: Faust (etwa um 1652)




















Drittens,

ein Beitrag zu amerikanischen Comicheften und dem Versuch der Verlage, Autoren und Zeichner, mit ihren Heften so etwas wie Bildung an ihre jungen Leser zu vermitteln. In welchem Maße diese Intention von den einzelnen Akteuren ausgegangen ist, hätte sich ebenfalls fragen lassen, wie auch die Wirkung solcher Bildungsversuche auf die Leserschaft. Überdies wäre jedoch auch - aus heutiger Sicht - kritisch auf dieses Vorhaben geblickt worden.

Viertens, 

ein Beitrag, der versucht hätte einen groben Überblick über die Definition eines Comics und dessen mannigfaltige Erscheinungsformen zu geben und zwar unter der Berücksichtigung von gegenwärtiger Fachliteratur der Comicforschung. 
Dieses Vorhaben ist nach jetzigem Stand nur verschoben und wird möglicherweise noch irgendwann einmal realisiert werden, weshalb an ebendieser Stelle nichts weiteres hierzu gesagt werden wird. 


Für alle Anime- und Mangaaffinen sei noch gesagt, dass ab jetzt bis zum 30. Juni 2015 online abgestimmt werden kann, an wen in diesem Jahr die AnimaniA Awards vergeben werden. Die AnimaniA Awards finden 2015 zum zehnten Mal statt und werden in elf Kategorien, darunter Manga, Animeserie und -film vergeben. Vergeben werden die Auszeichnungen an die deutschen Publisher. Zudem gibt es auch für die Teilnehmer der Abstimmung Preise zu gewinnen. Der Link zur Abstimmung.
 
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Die in diesem Beitrag verwendeten gemeinfrei Bilder entstammen: http://www.zeno.org - Contumax GmbH und Co. KG, dem flickr-Profil der "British Library" oder der Seite FuryComics.
Bei den weiteren Abbildungen wurde das Copyright kenntlich gemacht. Sie stammen vom GERSTENBERG- und Splitter-Verlag. 

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