Dienstag, 28. Juli 2015

sonstiges: Über diesen Blog,

sonstiges:
Über diesen Blog und über diesen Blog 
In diesem Beitrag soll kurz skizziert werden, was "picti mundi" so treibt und was mögliche Intentionen hierbei sind, aber auch was für die nähere Zukunft angedacht ist.
Lesser Ury "Leser mit Lupe" (1895).
Die Betrachtungen dieses Blogs auf unterschiedliche Materialen - Comics, Gemälde, Zeichentrickfilme, etc. - sind nicht nach einer einzigen und damit stringenten Herangehensweise vollzogen und unter verschiedenen Blickrichtungen geschrieben worden. Diese in den letzten neun Monaten entstandenen heterogenen Schilderungen umfassen eine ganze Reihe unterschiedlicher Beiträge mit nicht immer gleichem Gehalt. Anhand dieser bereits verfassten Blogeinträge sollen hier die sich bisher entwickelten eigenen Erwartungen und Vorsätze "picti mundis" und das Bestreben dieses Blogs grob erläutert werden. 

"Tommy Toddles's Comic Almenak"

1. Die Einträge sollen keine schlichten Rezensionen sein, die eine Neuigkeit nur der Neuigkeit wegen besprechen, sondern stets in einem größeren Zusammenhang eingebunden werden. Der Blick auf ein einzelnes Werk führt meistens auch zu kurz und kann zwar im Einzelfall bei einer genauen - nicht nur hermeneutischen - Betrachtung informativ sein, ist jedoch dann auch mit einem größeren Rechercheaufwand verbunden. Beiträge wie "Gedanken zu ... Toriyamas 'JACO - THE GALACTIC PATROLMAN'" oder "Zum 75jährigen Jubiläum gibt es eine neue Geschichte aus der Vergangenheit Spirous" entsprechen in etwa dem, was sich "picti mundi" von der Beschäftigung mit einem Werk erhofft. Diese Beiträge sollen für ein besseres Verständnis des besprochenen Titels sorgen und nicht nur dessen Inhalt und ein paar subjektive Eindrücke wiedergeben, sondern auch Kontexte, Hintergründe und Parallelen zu anderen Werken in die Betrachtung einbeziehen. Aus letztere Überlebung heraus sind auch Blogeinträge entstanden, die versuchen Aspekte zu beleuchten, die zum Verständnis der historischen und gegebenen Verhältnisse von Mangas, Comics, Animes, deren Theorien und deren Funktionen beitragen. Etwa Einträge wie: "Zwei oder mehr aufeinanderfolgende Bilder sind ein Comic!!!", "Splitternackt - Über sexuell Aufreizendes in den Zeichnungen des Splitter-Verlages", "Der japanische Zeichentrickfilm", "Die Funktion fiktionaler Gewalt in Animes", "Unheimliche und übernatürliche Wesen westlichen Ursprungs in Mangas" und andere. 

Grandville "In der Bildergalerie" (1829).

Nicht alle Beiträge "picti mundis" folgen diesem inzwischen selbst gesetzten Credo, doch werden diese Überzeugungen auch nicht gleich stark in allen künftigen Einträgen zu finden sein, auch wenn dieser Blog das kritische und reflexive Hinterfragen, so es denn möglich ist, beibehalten oder lieber noch verstärken möchte.
Ob dieses Vorhaben und die damit gewählten möglichen Herangehensweisen dann jeweils realisiert werden können, ist eine andere Sache, angedacht ist es jedenfalls. 

2. Ferner soll das Treiben "picti mundis", soweit es als sinnvoll erachtet wird, transparent gemacht werden, was beispielsweise das Nennen von nicht realisierten Vorhaben ("Geister  1", "Geister 2"), den Umstand, dass es einen sichtbaren Besucherzähler auf diesem Blog gibt oder dass über wichtige Informationen und Änderungen aus dem unmittelbaren Umfeld "picti mundis" berichtet wird (Winterpause, Umzug oder auch dieser Beitrag), einschließt.  Dementsprechend kann noch gesagt werden, dass in letzter Zeit zwei Mal auf Artikel der "Süddeutschen Zeitung" eingegangen wurde, die zum Inhalt von Blogeinträgen passten, weil ein aufgeschwatztes einmonatiges Probeabo dafür gesorgt hat, dass jetzt hier Exemplare dieser Zeitung herumliegen.

Die beiden Redaktionsregale mit Mangas, Comics und Totoro.

An den Beiträgen von "picti mundi" waren momentan sechs Leute beteiligt, Zwei beständig, im redaktionellen Bereich - wenn man es so nennen möchte - und vier Helferinnen und Helfer, diese jedoch unterschiedlich intensiv, sowohl was die Häufigkeit als auch den jeweiligen Aufwand ihrer Unterstützung angeht. 
 
Zur weiteren Transparenz und weil es vielleicht den einen oder die andere interessieren könnte, soll in den nächsten Wochen irgendwann noch ein Eintrag über die normale Herangehensweise dieses Blogs bei der Erstellung eines Beitrags erscheinen. Wie genau dieser Eintrag aussehen soll, ist jedoch noch nicht beschlossen oder dass er dann auch tatsächlich online geht.
Ein Teil der Grundeindrücke zum späteren Beitrag "Gedanken zu ... Jaco".
Unsere am 21. Juli begonnene Reihe "Bestiarium", die sich mit den Funktionen unterschiedlicher übernatürlicher Wesen in Mangas beschäftigt, wird vorerst noch zwei weitere Beiträge erhalten. Am 18. August ist hier dann etwas zu japanischen Dämonen und am 15. September etwas über westliche und japanische Geister in Mangas zu lesen. 

Beiträge dieses Blogs werden weiterhin immer dienstags veröffentlicht, nicht immer jede Woche, doch mindestens einmal im Monats.

Vielen Dank fürs Lesen und weiterhin alles Gute
- picti mundi - 

Dienstag, 21. Juli 2015

漫画 (Manga): Bestiarium - 1. Vampire

漫画 (Manga):
Unheimliche und übernatürliche Wesen westlichen Ursprungs in Mangas
am Beispiel des Vampirs
Was hier über Vampire festgestellt werden wird, gilt vermutlich in Mangas ebenfalls für andere in ihrer Vorstellung übernommene westliche Ungeheuer, wie beispielsweise Werwölfe, Teufel, Zombies, Ghule, Golems, Drachen, Mischwesen, Seeungeheuer, etc. 
"Give My Regards to Black Jack"
"[Monster] sind frei, wild und unberechenbar. Allein durch ihr Aussehen lösen sie starke Gefühle aus: Angst und Furcht, aber auch Neugier und Voyeurismus. Sie faszinieren. Weil es sie überall auf der Welt gibt veranschaulichen sie Gemütslagen und sich ändernde Weltdeutungen." (SZ: Nr.163, S.34) Unter anderem mit diesen Worten beschreibt Hubert Filser in seinem zweiseitigen Artikel "Menschen brauchen Monster" in der Süddeutschen Zeitung übernatürliche Geschöpfe, die der menschlichen Imagination entspringen und ihm hierbei eine Reflexionsfläche für sein Sein und Werden bieten. Diese Reflexion des Eigenen, die es laut dem Artikel von Hubert Filser seit der paläolithischen Kunst - also seit über 30.000 Jahren - gäbe, beinhaltet stets ambivalente und widerstreitende Konnotationen diesen Monstern gegenüber, was sich auch in ihren unterschiedlichen Funktionen wiederspiegelt. Monster waren hierbei auch Erklärungsversuche des nicht Begreifbaren und haben dazu gedient, zu verhandeln, was als menschlich und was als nicht mehr menschlich gesehen wurde. (Gerade in der Bezeichnung "Monster" für einen Menschen findet sich diese Komponente auch noch heutzutage.) 
In diesem Eintrag sollen verschiedenartige Funktionen die unnatürlichen Geschöpfe innerhalb der Kunst zu kommen am Beispiel einzelner Mangas und der Wirkung dieser Wesen auf die jeweilige Narration und auf die Leserinnen und Leser skizziert werden. 
Illustration aus "Varney, the Vampire"
Erste schriftliche Erwähnungen über Vampire in deutscher Sprache stammen aus dem 17. Jahrhundert, jedoch verdankt der Vampir seine heutige Bekanntheit zweifelslos Bram Stokers Roman "Dracula". Stokers "Dracula" ist zwar nicht die älteste künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vampirstoff, aber wohl jene, die den größten Einfluss auf die spätere Vorstellung hatte. Die meisten der Vampiren zugeschriebenen Eigenschaften finden sich bereits in diesem Roman, auch wenn nicht immer alle in ihrer Rezeption gleichermaßen berücksichtigt werden. 


James Malcolm Rymer "The rivals [...]".
als Konfrontation  mit einem Gegenüber (Kampf)
Die Gründe können äußerst vielfältig sein, führen allerdings unweigerlich zu einer meist gewaltsamen Konfrontation zwischen der Vampirpartei und einer anderen, seien es Menschen, andere Vampire oder auch andere Ungeheuer.
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt sind unter anderem: Die Errichtung eines Vampirstaats in "Dance in the Vampire Bund" oder was viel geläufiger ist, der Kampf - häufig von Vampiren oder deren Nachkommen - gegen Vampire für das Wohl der Menschheit in "Hellsing", "Vampire Hunter D", "Trinity Blood", "Rebirth", und vom ihrem Setting her auch in "Blood Paradeund in "Crime Zone".

Vikram and Vampire
wegen ihrer Fähigkeiten (Kräfte)
Das Dasein als Vampir bringt gewisse Stärken wie auch gewisse Schwächen mit sich. Wegen dieser Fähigkeiten oder mangelnden Fähigkeiten werden sie zu Figuren innerhalb unterschiedlicher Mangas.  
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt sind unter anderem: Die Überlegenheit des Vampirs allen anderen gegenüber, dank seiner Fähigkeiten in "Hellsing" und in "Blood Lad", das Blutsaugen "Wonder Island" sowie umgekehrt, das Abgeben von Blut an Menschen, etwa in "Blood Lad" und "Cheeky Vampire (Chibi Vampire/Karin)". 
 
Giovanni Battista Piranesi Ruine eines Skulpturensaals in der Hadriansvilla
als Schmuckelemente (Staffage)
Der Umstand, dass ein Vampir oder eine Vampirin in der Handlung ist, spielt für die Geschichte keine Rolle, da dieser oder diese nur ein unbedeutende Statistenfuntkion im Hintergrund hat oder da dieser Vampir zwar für die Handlung wichtig ist, aber der Umstand, dass er ein Vampir ist, keinerlei Rolle für die eigentliche Handlung hat.
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt sind schwer zu finden und im zweiten Fall lediglich in Toriyamas "Cowa!" vorhanden. Da eine solch staffierende Funktion aber im Grunde keine wirkliche Funktion für die Handlung einnimmt, scheint es wohl stringent zu sein, dass sie nicht sehr oft benutzt wird. 

Ernst Stöhr "Vampir" (1899).
als verführerisches Gegenüber (Romantik/Erotik)
Romantische Anspielungen und sexuell aufgeladene Konnotation bergen Vampire zum einen dadurch, dass das Saugen von Blut mit dem Akt des Koitus gewisse Gemeinsamkeiten hat, aber auch, dass sie als unbekannte Edle glorifiziert werden können.
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt sind unter anderem als hauptsächliche Funktion, die den Vampiren zugeschrieben wird, in "Rosario + Vampire", "Midnight Secretary", "Vampire Princess", "Vampire Kisses", "Porträt eines Vampirs", "Bloody Mary", "Akai Tenshi", "Vampire Knight" oder auch in "He's my Vampire" zu finden. Doch da diese Funktion, rein quantitativ heutzutage als die wichtigste anzusehen ist, finden sich derlei Anspielungen auch in anderen Werken, in denen die eigentliche Funktion eine andere ist, wie beispielsweise in:
"Hellsing" , "SHI KI", "Blood Lad", "Dr. Slump", "Cheeky Vampire (Chibi Vampire/Karin)" "Blood Paradeund in "Crime Zone"


Francisco de Goya y Lucientes "Disparate der Furcht"
als furchterregendes Unbekannte (Horror)
Die älteste Funktion die Vampiren angedeiht, ist es Furcht und Schrecken unter den Menschen zu verbreiten. Aus ihr heraus erschließt sich auch erst das Bedürfnis Vampire oder andere Ungeheuer zu bekämpfen, da sie es seien, die dem Menschen Gräuel und Pein bringen würden.  
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt sind zwar zu finden, aber es gibt lediglich ein Werk, nämlich "SHI KI", in dem der Horror das bestimmende Thema und die Funktion der Figuren ist. In anderen Mangas, wie "Hellsing" oder "Vampire Hunter D", lassen sich zwar Horrorelemente finden, aber sie sind nicht die hauptsächliche Funktion aller dort auftretenden Vampire. 


Halloween vampire.
als skurrile Besonderheit (Humor)
Durch den Bruch der Norm und dem was als Normal gilt, lässt sich durch Vampire immer auch ein absurd unterhaltsames Anderes in eine sonst nach mehr oder weniger statischen Regeln verlaufende Geschichte bringen. Ihre Besonderheit lässt die Vampire in diesem Fall im richtigen Kontext wortwörtlich zu Witzfiguren werden. 
- Beispiele hierfür auf dem deutschen Mangamarkt lassen sich an Hauptfiguren unter anderem in "Hellsing", "Blood Lad" und vielleicht an allen Titeln, die hier unter dem Punkt "als verführerisches Gegenüber" aufgeführt wurden, finden und ebenfalls an Nebenfiguren etwa in "Dragon Ball", "One Piece" oder auch in "Dr. Slump". Da diese Funktion, die letzte in diesem Beitrag betrachtete sein wird, lenkt sich zum Schluss ein genauerer Blick, auch weil sehr viele Nebenfiguren in solch umfangreichen Werken vorkommen, auf die letzten drei Titel und benennt diese Beispiele noch einmal exemplarisch. 

© Carlsen

In Toriyamas Mangaserie "Dragon Ball" kommt im 9. Band (S.36-47) ebenfalls ein Vampir vor. Dieser Vampir ist zwar ein Gegner in einem Wettkampf, wie sich jedoch der Wettstreit mit ihm in dieser Geschichte vollzieht, hat nichts mehr Kämpfendes sondern ist stattdessen witzig. Mit Knoblauch und einem Kreuz wird der vermeintlich überstarke Gegner, der sich in eine Fledermaus verwandeln kann, leicht in die Knie gezwungen und der Wettkampf geht ohne ihn weiter. 

© Carlsen

Im "One Piece"-Band 46 (ab S.83) sind neben dem Vampir "Hildon" noch weitere Figuren, wie etwa "Moria" oder "Dr. Hogback", die die Eigenschaften und das Erscheinungsbild von Vampiren haben. "Hildon" wird zwar zuerst als Schock- und Schreckenselement vorgestellt, doch seine Gegenwart soll auch etwas Groteskes und hierbei Amüsantes vermitteln. Deutlicher wird dies in diesem Band des Mangas an der Figur des Zombies - der gleich wie die Figur des Vampirs dort funktionalisiert wird - und den ambivalenten Umgang der jeweiligen Protagonisten mit diesen Wesen zeigt. Gerade in ihren äußerst unterschiedlichen Reaktionen auf diese übernatürlichen Wesen liegt ein Gutteil der Komik, die diese beim Lesenden erzeugen sollen. 

In "Dr. Slump" werden in zahlreichen Kapiteln Vampirdarstellungen derart eingesetzt, dass sie eine humoristische Wirkung haben. Dass es um witzige Situationen und Abbildungen in einem Gagmanga geht, Toriyamas Frühwerke sind solche, wenn hier unmenschliche Figuren in die Geschichte geflochten werden, ist nachzuvollziehen - wie auch der Umstand, dass diese Figuren durch ihre nicht menschlichen Eigenschaften immer auch besondere Fähigkeiten innerhalb der Handlung einnehmen.
© Carlsen / picti mundi
Dem entsprechend verdeutlichen beispielsweise unterschiedliche Vampire innerhalb dieses Mangas, wie unnormal die Hauptfiguren "Dr. Slumps" sind, was vor allem im Vergleich mit diesen Geschöpfen der Nacht offenkundig wird. Diese indirekte Beschreibung von Arale, Senbei, Gatchan, Tsun Tsukutsun oder Tsun Tsururin sind jedoch im Stile dieses Mangas immer auch kurzweilig und in Kapiteln in den Bänden 3 "Hallo, Wunderinsel" (S.85-102), 4 "Senbei ist im Stress" (S.101-117), 5 "Die Nacht der Monster" (S.31-45) und 16 "Ich lasse mich scheiden!" und "Tag, Herr der Unterwelt!" (S.33-59) zu finden. 
  
Durch die hier gezeigten Vielschichtigkeiten ihrer derzeitigen Konnotationen wurden die einst überwiegend bizarren und hierbei Angst aber auch Humor verbreitenden Monster (Vgl. SZ: Nr.163, S.34-35), zunehmend vermenschlicht. 
In ihren Bildern und Funktionen innerhalb von Geschichten wurden die Ungeheuer somit gewissermaßen dem Menschen gleich. 

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Die in diesem Beitrag verwendeten Abbildungen sind entweder gemeinfrei (http://www.zeno.org/, https://www.flickr.com/photos/britishlibrary und https://commons.wikimedia.org/) oder sie entstammen dem Manga "Give My Regards to Black Jack" (ブラックジャックによろしく) von Satō Shūhō (佐藤 秀) und können über dessen Website Manga on Web (漫画onWeb) http://mangaonweb.com/ eingesehen werden.

Dienstag, 7. Juli 2015

comicbook: gestrige Geschichten mit Blick auf eine morgige Welt

comicbook:
gestrige Geschichten mit Blick auf eine morgige Welt 
In diesem Beitrag soll es nicht um eine irgendwie geartete Kritik an einem Comic gehen, sondern schlicht um die Präsentation des Werks "MORGENSTADT - Geschichten von Heute und Morgen/Stories from Today and Tomorrow". Und wenn hier für diese Bildergeschichten geworden werden soll, dann deswegen, weil dieser Comic ein ambivalentes Kunstprodukt verschiedenster Zeichner aus unterschiedlichen Ländern ist, welches noch dazu in seiner Gänze umsonst online gelesen werden kann. 
© MOGA MOBO / GOETHE-INSTITUT
In Blogbeiträgen, die jeweils einige wenige Panels enthalten, entstanden - in der Zusammenarbeit von GOETHE-INSTITUT, MOGA MOBO und von deutschen (Titus Ackermann, Jonas Greulich, Gronle-Legron), japanischen (Smelly, HiWa, Hattori Motonobu, Tsuyoshi Ogawa), taiwanesischen (Push, Chang Fang-Chih, Grizzly Monster, Li-chin), chinesischen (Coco Wang, Little Kong, Nudipig, Zhang Wen) und südkoreanischen (Sobogi, Dae-Joong Kim) Künstlern - Zukunftsvisionen des Jahres 2050. Diese achtzehn Zeichner entwerfen aus verschiedenen Lebenwelten des Jahres 2011, teils fantastisch, teils realistisch, ganz eigene Utopien für eine ebendort mögliche Zukunft. So mannigfaltig wie diese Vorstellungen, sind auch Farbgebung und Stil der Künstler, was vielleicht zur Folge hat, dass jede und jeder in diesen Zeichnungen etwas für sich entdecken kann. 
Der gesamte Band und noch weitaus mehr geblogtes Comicmaterial der unterschiedlichen Zeichnenkünstler, die an diesem Projekt beteiligt waren, ist unter "blog.goethe.de/morgenstadt" kostenfrei zugänglich und kann dort jederzeit - jedoch in einer zum gedruckten Werk abweichenden Reihenfolge - gelesen werden. 
© MOGA MOBO / GOETHE-INSTITUT
Im Gegensatz zum Comic, der alle Zeichnungen mit deutschen und englischen Untertiteln für die Leserinnen und Leser aufbereitet, verfügt dieser Blog nicht nur über deutsche oder englische Übersetzungen der jeweiligen Comicstrips, sondern auch über japanische, koreanische, vereinfachte chinesische und klassische chinesische Übertragungen der jeweiligen Textpassagen.  Der erste Eintrag dieses Blogs ist vom 19. Mai 2011 und die letzte Veröffentlichung vom 24. Oktober 2013, bei diesen beiden Beiträgen handelt es sich um eine fiktive Rahmenhandlung dieser Veröffentlichungen durch den MOGA MOBO-Verlag, die das Kontezt des ganzen Projekts skizziert. 
© MOGA MOBO / GOETHE-INSTITUT
Das Projekt als solches ist zwar seit knapp zwei Jahren beendet, jedoch verbleiben die einzelnen Einträge des Blogs im Internet, wie auch die gedruckten Exemplare in den Bücherregalen der Käufer, weiterhin zugänglich und sind dies hoffentlich auch bis zum Jahre 2050.